Apollo vs. Merkur. Die Partie geht auf das Gedicht Scacchia Ludus von Marco Girolamo Vida, 1485-1566, zurück. Die von Vida beschriebenen Züge galten lange Zeit als fiktiv, mehr als heroischen Epos, denn reale Partie. Die Altphilologen Reinhold F. Glei und Thomas Paulsen haben den vorliegenden Rekonstruktionsversuch unternommen. In: Poesie und Strategie, Schach im lateinischen Gedicht, Rubin Nr. 2/97, Wissenschaftsmagazin der Ruhr-Universität Bochum, 1997. In: … und sie spielt sich doch, zur Rekonstruierbarkeit der Schachpartie in Vidas Scacchia Ludus, Neulateinisches Jahrbuch, Band 1, Olms Verlag, Hildesheim 1999.

Anmerkungen:
20. Dc2: An dieser Stelle spielt Apollo zuerst Bauer g3. Als er merkt, dass seine Dame zu nehmen ist, nimmt er den Zug kurzerhand zurück und bringt die Dame in Sicherheit. Merkur protestiert vergeblich. Jupiter führt daraufhin die Berührt-Geführt-Regel ein.
20. … Lf6: Merkur versucht mit Läufer g6 zu schummeln, wird aber ertappt.
46. … Dd3: Mars will Merkur helfen und versucht, zwei schon geschlagene Figuren wieder aufs Brett zu setzen. Vulkan verrät ihn aber.